Pesto alla Genovese ist eines dieser Rezepte, bei denen wenige Zutaten reichen, aber jede einzelne zählt. Frisches Basilikum, gutes Olivenöl, Pinienkerne, Knoblauch, Parmesan, Pecorino und grobes Salz – mehr braucht es nicht für ein echtes italienisches Pesto, das nach Sommer, Genua und einem Teller Pasta auf einer kleinen Terrasse in Ligurien schmeckt.
Das Schöne: Du kannst Pesto alla Genovese selber machen, ohne stundenlang in der Küche zu stehen. Traditionell wird es im Mörser zubereitet, damit das Basilikum sein Aroma und seine schöne grüne Farbe behält. Für den Alltag funktioniert aber auch ein Mixer, wenn du ein paar wichtige Regeln beachtest.
In diesem Rezept zeige ich dir, wie du ein aromatisches, cremiges und originalnahes Pesto Genovese zubereitest. Du bekommst die klassische Variante mit Mörser, eine schnelle Mixer-Alternative, Tipps gegen bitteres oder braunes Pesto und Ideen, wozu Basilikum Pesto außer Pasta noch passt.
Wenn du einfache italienische Rezepte liebst, wird dieses Pesto Rezept wahrscheinlich schnell zu einem kleinen Standard in deiner Küche.
Was ist Pesto alla Genovese?
Pesto alla Genovese ist eine rohe, grüne Basilikum Sauce aus Ligurien. Der Name verweist auf Genua, die Hauptstadt Liguriens. Genau dort ist dieses italienische Pesto besonders eng mit der regionalen Küche verbunden.
Klassisches Pesto Genovese wird nicht gekocht. Die Zutaten werden zerrieben oder sehr vorsichtig gemixt und später mit heißer Pasta und etwas Nudelwasser vermischt. Dadurch entsteht eine cremige Pesto Sauce, ohne dass das Basilikum durch starke Hitze dunkel wird oder an Frische verliert.
Die klassische Zutatenbasis besteht aus:
- frischem Basilikum
- Pinienkernen
- Olivenöl extra vergine
- Knoblauch
- Parmigiano Reggiano oder Parmesan
- Pecorino
- grobem Salz
Die offizielle Rezepttradition rund um Basilico Genovese DOP nennt ebenfalls diese Grundidee: Basilikum aus Genua, natives Olivenöl extra, Hartkäse, Pecorino, Pinienkerne, Knoblauch und Salz. Mehr über die traditionelle Basis findest du bei der offiziellen Basilico Genovese DOP Seite.
Wichtig ist: Nicht jedes grüne Pesto ist automatisch echtes Pesto alla Genovese. Ein einfaches grünes Pesto kann auch mit anderen Kräutern, Nüssen oder Käsevarianten gemacht werden. Echtes Pesto alla Genovese lebt aber von Basilikum, Pinienkernen, Olivenöl, Parmesan, Pecorino und Knoblauch.
Warum du Pesto alla Genovese selber machen solltest
Pesto selber machen lohnt sich, weil der Geschmack deutlich frischer ist als bei vielen gekauften Varianten. Frisches Basilikum duftet intensiv, die Pinienkerne bringen eine leichte Süße, Parmesan und Pecorino sorgen für Würze, und gutes Olivenöl verbindet alles zu einer aromatischen Sauce.
Außerdem kannst du selbst entscheiden, wie kräftig dein Pesto werden soll. Magst du Knoblauch eher mild? Dann nimm nur eine kleine Zehe. Soll das Pesto besonders würzig schmecken? Dann gib etwas mehr Pecorino dazu. Soll es cremiger werden? Dann arbeitest du später etwas Nudelwasser ein.
Gerade für Busy Parents, Studierende oder Berufstätige ist hausgemachtes Pesto praktisch. Du bereitest ein Glas vor und hast danach eine schnelle vegetarische Sauce für Pasta, Brot, Gemüse oder Salat.
Wenn du schnelle Pasta-Gerichte magst, passt auch Pasta Zitrone perfekt in deinen Wochenplan. Beide Rezepte sind einfach, frisch und ideal, wenn es nach Feierabend schnell gehen soll.
Zutaten für original italienisches Pesto alla Genovese

Für ein gutes Pesto alla Genovese brauchst du keine lange Einkaufsliste. Entscheidend ist eher die Qualität der Zutaten.
Basilikum
Basilikum ist die Hauptzutat. Verwende möglichst frisches Basilikum mit zarten Blättern. Die Blätter sollten kräftig grün sein und intensiv duften.
Wasche das Basilikum vorsichtig und trockne es anschließend sehr gründlich. Nasse Basilikumblätter können das Pesto wässrig machen und die Haltbarkeit verschlechtern. Am besten legst du die Blätter nach dem Waschen auf ein sauberes Küchentuch und tupfst sie sanft trocken.
Verwende nur die Blätter. Die Stiele können faserig wirken und manchmal eine bittere Note ins Pesto bringen.
Pinienkerne
Pinienkerne gehören klassisch in Pesto Genovese. Sie machen das Pesto milder, runder und leicht nussig.
Du kannst Pinienkerne ganz leicht rösten, wenn du ein kräftigeres Aroma möchtest. Für ein besonders originalnahes Basilikum Pesto bleiben sie aber oft ungeröstet oder nur sehr hell angeröstet. Zu dunkel geröstete Pinienkerne können den feinen Basilikumgeschmack überdecken.
Parmesan und Pecorino
Für echtes Pesto alla Genovese werden zwei Käsesorten kombiniert: Parmigiano Reggiano oder Parmesan und Pecorino.
Parmesan bringt eine nussige, salzige und tiefe Würze. Pecorino ist kräftiger, salziger und etwas markanter. Zusammen geben sie dem Pesto seine typische herzhafte Note.
Du kannst Pecorino Romano oder Pecorino Sardo verwenden. Pecorino Sardo wirkt oft etwas runder, Pecorino Romano etwas intensiver und salziger.
Olivenöl extra vergine
Ein gutes Olivenöl extra vergine ist wichtig, aber es sollte nicht zu bitter oder zu scharf sein. Sehr kräftige Olivenöle können das Pesto bitter wirken lassen.
Wähle ein mild-fruchtiges Öl, das Basilikum und Käse unterstützt, statt alles zu dominieren.
Knoblauch und grobes Salz
Knoblauch gehört traditionell ins Pesto, sollte aber nicht zu stark werden. Eine kleine bis mittlere Zehe reicht oft völlig aus. Wenn du Knoblauch liebst, kannst du zwei Zehen verwenden.
Grobes Meersalz hilft beim Zerreiben im Mörser. Es wirkt fast wie ein kleines Schleifmittel und unterstützt dabei, Knoblauch und Basilikum zu einer Paste zu verarbeiten.
Rezeptkarte: Pesto alla Genovese selber machen
PrintPesto alla Genovese 2026: selber machen – original italienisch
Pesto alla Genovese ist ein aromatisches, cremiges und originalnahes Basilikum Pesto aus Ligurien. Frisches Basilikum, Pinienkerne, Olivenöl extra vergine, Knoblauch, Parmesan, Pecorino und grobes Salz ergeben zusammen eine einfache italienische Sauce, die nach Sommer, Genua und einem Teller Pasta auf einer kleinen Terrasse schmeckt.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 10 Minuten
- Total Time: 25 Minuten
- Yield: 4 Portionen 1x
- Category: Sauce
- Method: Mörser
- Cuisine: Italienisch
- Diet: Vegetarian
Ingredients
- 100 g frische Basilikumblätter
- 40 g Pinienkerne
- 100 g Parmigiano Reggiano oder Parmesan, fein gerieben
- 20 g Pecorino, fein gerieben
- 100 g Olivenöl extra vergine
- 1–2 Knoblauchzehen
- 1 gestrichener TL grobes Meersalz
Instructions
- Basilikumblätter vorsichtig von den Stielen zupfen, kurz waschen und sehr gut trocknen.
- Knoblauch und grobes Meersalz in den Mörser geben und zu einer feinen Paste zerstoßen.
- Basilikum portionsweise dazugeben und mit ruhigen, kreisenden Bewegungen an der Mörserwand entlang zerreiben.
- Pinienkerne hinzufügen und zerreiben, bis sie sich mit der Basilikumpaste verbinden.
- Parmesan und Pecorino nach und nach einarbeiten.
- Olivenöl langsam in kleinen Portionen unterrühren, bis ein cremiges Pesto entsteht.
- Pesto nicht erhitzen, sondern mit heißer Pasta und etwas Nudelwasser vermischen.
- Falls du einen Mixer verwendest, nur kurze Impulse nutzen und zwischendurch Pausen machen, damit das Basilikum nicht warm wird.
Notes
Für ein besonders grünes und aromatisches Pesto das Basilikum gründlich trocknen, nur die Blätter verwenden und das Pesto nicht kochen. Eine dünne Schicht Olivenöl auf der Oberfläche hilft, das Pesto im Kühlschrank länger frisch zu halten.
Nutrition
- Serving Size: 1 Portion
- Calories: 420
- Sugar: 1g
- Sodium: 620mg
- Fat: 41g
- Saturated Fat: 9g
- Unsaturated Fat: 29g
- Trans Fat: 0g
- Carbohydrates: 3g
- Fiber: 1g
- Protein: 11g
- Cholesterol: 22mg
Pesto alla Genovese im Mörser zubereiten

Traditionell wird Pesto alla Genovese im Mörser gemacht. Das klingt zuerst etwas altmodisch, ist aber genau der Grund, warum echtes Pesto so aromatisch schmeckt. Im Mörser werden die Zutaten nicht heiß geschnitten, sondern sanft zerrieben. Dadurch bleibt das Basilikum frischer, grüner und duftiger.
Ideal ist ein Marmormörser mit Holzstößel. Du kannst aber auch einen anderen stabilen Mörser verwenden.
Schritt 1: Basilikum vorbereiten
Zupfe die Basilikumblätter von den Stielen. Wasche sie kurz und vorsichtig. Danach müssen sie sehr gut trocknen. Das ist wichtig, weil Wasser das Pesto dünner macht und die Haltbarkeit verkürzen kann.
Schritt 2: Knoblauch und Salz zerstoßen
Gib Knoblauch und grobes Meersalz in den Mörser. Zerstoße beides, bis eine feine Paste entsteht. Das Salz hilft dabei, den Knoblauch gleichmäßig zu zerreiben.
Schritt 3: Basilikum portionsweise einarbeiten
Jetzt kommt das Basilikum dazu. Gib nicht alles auf einmal in den Mörser, sondern arbeite portionsweise. Reibe die Blätter mit kreisenden Bewegungen an der Mörserwand entlang.
Wichtig: Nicht hektisch stampfen. Besser ist ruhiges, sanftes Reiben. So wird das Basilikum nicht unnötig gequetscht und erhitzt.
Schritt 4: Pinienkerne dazugeben
Wenn das Basilikum feiner geworden ist, gib die Pinienkerne dazu. Zerreibe sie, bis sie sich mit der Basilikumpaste verbinden. Die Masse wird jetzt etwas cremiger und heller.
Schritt 5: Käse einarbeiten
Nun kommen Parmesan und Pecorino dazu. Beide sollten fein gerieben sein, damit sie sich gut verbinden. Arbeite den Käse nach und nach ein.
Schritt 6: Olivenöl unterrühren
Zum Schluss rührst du das Olivenöl langsam ein. Gib es nicht komplett auf einmal dazu, sondern in kleinen Portionen. So bekommst du mehr Kontrolle über die Pesto Konsistenz.
Das Ergebnis sollte cremig, aromatisch und nicht zu flüssig sein. Wenn du das Pesto später mit Pasta servierst, kannst du es mit etwas Nudelwasser noch geschmeidiger machen.
Pesto im Mixer: schnelle Alternative für den Alltag

Nicht jeder hat Zeit oder Lust, Pesto im Mörser zuzubereiten. Das ist kein Problem. Du kannst Pesto alla Genovese auch im Mixer oder Zerkleinerer machen. Wichtig ist nur, dass du Hitze vermeidest.
Mixer erzeugen durch schnelle Klingen Wärme. Diese Wärme kann Basilikum oxidieren lassen. Dann wird das Pesto schneller braun und verliert etwas von seinem frischen Aroma.
So gelingt Pesto im Mixer besser:
- Mixbehälter vorher kurz kalt stellen.
- Basilikum gründlich trocknen.
- Zutaten nicht zu lange mixen.
- Nur kurze Impulse verwenden.
- Zwischendurch Pausen machen.
- Olivenöl teilweise erst am Ende einrühren.
- Nicht zu viel Druck und Geschwindigkeit verwenden.
Gib zuerst Basilikum, Knoblauch, Salz und Pinienkerne in den Mixer. Mixe nur kurz. Danach kommen Parmesan, Pecorino und etwas Olivenöl dazu. Mixe erneut in kurzen Impulsen, bis die gewünschte Konsistenz entsteht.
Wenn dein Pesto bitter schmeckt, kann das an zu langem Mixen, bitterem Olivenöl, zu viel Knoblauch oder faserigen Stielen liegen. Deshalb lohnt es sich, vorsichtig zu arbeiten.
Pesto alla Genovese richtig mit Pasta servieren

Pesto alla Genovese wird nicht gekocht. Das ist einer der wichtigsten Punkte bei diesem Rezept. Pesto gehört nicht in eine heiße Pfanne, in der es brät oder kocht. Dadurch kann das Basilikum dunkel werden und der Geschmack verliert seine Frische.
Koche deine Pasta ganz normal in gut gesalzenem Wasser. Kurz vor dem Abgießen nimmst du etwas Nudelwasser ab. Dieses stärkehaltige Wasser ist der kleine Trick für cremiges Pesto.
Gib die heißen Nudeln in eine Schüssel. Rühre das Pesto mit ein paar Esslöffeln Nudelwasser glatt und vermische es dann mit der Pasta. Falls die Sauce zu dick ist, gib noch etwas Nudelwasser dazu.
Klassische Pastaformen für Pesto sind:
- Trofie al pesto
- Trenette al pesto
- Spaghetti mit Pesto
- Gnocchi mit Pesto
Trofie und Trenette sind besonders typisch für Ligurien. Spaghetti funktionieren im Alltag aber ebenfalls sehr gut. Gnocchi mit Pesto sind ideal, wenn du es besonders weich, sättigend und gemütlich magst.
Wenn du neben Pesto noch eine weitere italienische Pasta-Idee suchst, probiere auch mein Pasta alla Norma Rezept. Für eine saisonale, frische Pasta passt außerdem Pasta mit grünem Spargel und Zitrone sehr gut.
Wozu passt Pesto Genovese außer zu Pasta?
Pesto Genovese ist viel zu gut, um es nur für Pasta zu verwenden. Ein kleines Glas hausgemachtes Pesto kann viele einfache Gerichte sofort aromatischer machen.
Du kannst Pesto zum Beispiel auf geröstetes Brot streichen. Mit etwas Tomate, Mozzarella oder gegrillter Zucchini wird daraus ein schneller Snack oder eine kleine Vorspeise.
Auch zu Gemüse passt Basilikum Pesto wunderbar. Besonders lecker ist es zu gegrillter Zucchini, Aubergine, Paprika, Kartoffeln oder Ofengemüse. Wenn du schnelle Gemüseideen suchst, findest du hier passende Zucchini Rezepte schnell.
Für Salate kannst du Pesto mit etwas Zitronensaft, Olivenöl und einem kleinen Schuss Wasser verrühren. So entsteht ein schnelles Dressing mit viel Aroma. Besonders einfache Grüner Salat Rezepte bekommen dadurch sofort mehr mediterranen Charakter.
Weitere Ideen:
- als Dip zu Brotsticks
- auf Crostini
- zu Tomaten und Mozzarella
- als Topping für Kartoffeln
- zu gegrilltem Gemüse
- als Würze für Bowls
- als aromatische Ergänzung zu kalten Nudelsalaten
Varianten und Ersatzmöglichkeiten
Echtes Pesto alla Genovese hat eine klare Zutatenbasis. Trotzdem gibt es im Alltag Situationen, in denen du etwas ersetzen möchtest. Das ist völlig okay – du solltest nur wissen, dass es dann nicht mehr ganz klassisch ist.
Pesto ohne Pecorino
Wenn du keinen Pecorino hast, kannst du ihn durch mehr Parmesan ersetzen. Das Pesto wird dadurch milder und weniger salzig. Für Kinder oder Menschen, die kräftigen Käse nicht so mögen, kann das sogar angenehmer sein.
Parmesan ersetzen
Statt Parmigiano Reggiano kannst du auch Grana Padano verwenden. Der Geschmack ist etwas milder, aber für ein hausgemachtes Pesto immer noch sehr passend.
Ganz ohne Hartkäse wird das Pesto deutlich anders. Dann geht es eher in Richtung veganes grünes Pesto.
Pinienkerne ersetzen
Pinienkerne sind klassisch, aber manchmal teuer. Als Alternative funktionieren Mandeln, Cashews oder Walnüsse. Mandeln machen das Pesto mild, Cashews cremig und Walnüsse kräftiger.
Wichtig: Mit anderen Nüssen oder Kernen ist es kein original italienisches Pesto alla Genovese mehr, aber immer noch eine leckere Basilikum Sauce.
Kräuter-Varianten
Basilikum bleibt die Hauptzutat. Du kannst aber für andere Kräutersaucen auch Petersilie verwenden. Wenn du gern mit frischen Kräutern kochst, findest du bei den Petersilie Rezepte weitere einfache Ideen.
Als frische Beilage zu Pasta mit Pesto passt auch ein Veganer Salat sehr gut.
Pesto aufbewahren: So bleibt es länger frisch

Frisches Pesto schmeckt am besten direkt nach der Zubereitung. Du kannst es aber auch einige Tage im Kühlschrank aufbewahren.
Fülle das Pesto dafür in ein sauberes Glas. Drücke die Oberfläche glatt und bedecke sie mit einer dünnen Schicht Olivenöl. Diese Ölschicht schützt das Basilikum etwas vor Sauerstoff und hilft gegen Braunfärbung.
Wichtig ist außerdem:
- immer einen sauberen Löffel verwenden
- Glas gut verschließen
- im Kühlschrank lagern
- Oberfläche nach dem Entnehmen wieder mit Öl bedecken
- Pesto nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen
Im Kühlschrank hält sich Pesto meist einige Tage. Verlasse dich aber immer auf Aussehen, Geruch und Geschmack. Wenn es unangenehm riecht, schimmelt oder stark verändert aussieht, solltest du es nicht mehr essen.
Kann man Pesto einfrieren?
Ja, Pesto lässt sich sehr gut einfrieren. Besonders praktisch sind Eiswürfelformen. Fülle das Pesto portionsweise hinein, bedecke es nach Wunsch mit wenig Olivenöl und friere es ein.
Sobald die Würfel fest sind, kannst du sie in einen Gefrierbeutel oder eine Dose umfüllen. So hast du kleine Pesto-Portionen für Pasta, Gemüse, Brot oder Suppen.
Warum ich häusliches Sterilisieren nicht empfehle
Pesto ist eine rohe Zubereitung mit frischen Kräutern, Öl, Käse und Knoblauch. Häusliches Sterilisieren ist dafür nicht ideal. Farbe, Geschmack und Konsistenz leiden, und auch die Lebensmittelsicherheit ist bei selbst eingekochtem Pesto schwieriger einzuschätzen.
Besser ist: frisch zubereiten, sauber im Kühlschrank lagern oder portionsweise einfrieren.
Häufige Fehler: Warum wird Pesto bitter oder braun?
Pesto alla Genovese ist einfach, aber etwas empfindlich. Viele Probleme entstehen durch Hitze, Sauerstoff oder falsche Zutaten.
Pesto wird braun
Braunfärbung entsteht meist durch Oxidation. Basilikum reagiert empfindlich auf Sauerstoff, Wärme und lange Verarbeitung.
Das hilft dagegen:
- zügig arbeiten
- Basilikum gut trocknen
- Mixer nur kurz laufen lassen
- Pesto mit Olivenöl bedecken
- Pesto kühl lagern
- nicht in der Pfanne erhitzen
Pesto wird bitter
Bitteres Pesto kann mehrere Ursachen haben. Manchmal ist das Olivenöl sehr kräftig oder bitter. Manchmal wurde zu lange gemixt und das Basilikum wurde warm. Auch Basilikumstiele können eine bittere, faserige Note bringen.
Das hilft:
- mildes Olivenöl verwenden
- nur Basilikumblätter nehmen
- nicht zu lange mixen
- Knoblauch sparsam dosieren
- Pinienkerne nicht zu dunkel rösten
Pesto ist zu dick
Wenn dein Pesto zu dick ist, gib nicht sofort mehr Öl dazu. Für Pasta ist Nudelwasser oft besser. Es macht die Sauce cremig, ohne sie zu fettig zu machen.
Pesto ist zu flüssig
Wenn dein Pesto zu flüssig ist, kannst du etwas mehr geriebenen Parmesan, Pecorino oder Pinienkerne einarbeiten. Beim nächsten Mal gibst du das Olivenöl langsamer dazu.
Mein bester Tipp für cremiges Pesto
Der wichtigste Trick kommt nicht beim Mixen, sondern beim Servieren: Nudelwasser.
Wenn du Pesto mit Pasta mischst, gib immer etwas heißes, stärkehaltiges Nudelwasser dazu. Dadurch verbindet sich das Pesto besser mit den Nudeln. Die Sauce wird cremiger und legt sich schöner um Spaghetti, Trofie oder Gnocchi.
Aber bitte: Pesto nicht kochen. Rühre es lieber in einer Schüssel mit der heißen Pasta an. So bleibt das Basilikum frisch, grün und aromatisch.
Häufige Fragen zu Pesto alla Genovese
Was ist Pesto alla Genovese?
Pesto alla Genovese ist eine rohe italienische Basilikum Sauce aus Ligurien. Sie wird klassisch mit Basilikum, Pinienkernen, Olivenöl, Knoblauch, Parmesan, Pecorino und Salz zubereitet.
Was ist Pesto Genovese?
Pesto Genovese ist die kürzere Bezeichnung für Pesto alla Genovese. Gemeint ist das klassische grüne Pesto aus Genua beziehungsweise Ligurien.
Was bedeutet Genovese?
Genovese bedeutet „aus Genua“ oder „nach Genueser Art“. Beim Pesto verweist der Name auf die Herkunft und Rezepttradition aus Ligurien.
Was ist der Unterschied zwischen Pesto und Pesto Genovese?
Pesto kann viele Varianten meinen, zum Beispiel rotes Pesto, Petersilienpesto oder Pesto mit anderen Nüssen. Pesto Genovese bezeichnet die klassische Basilikum-Version aus Ligurien mit den traditionellen Zutaten.
Muss man Pinienkerne für Pesto rösten?
Nein, Pinienkerne müssen nicht geröstet werden. Für ein mildes, originalnahes Pesto können sie ungeröstet bleiben. Leichtes Rösten bringt mehr Aroma, sollte aber nicht zu dunkel werden.
Warum darf man Pesto nicht kochen?
Pesto sollte nicht gekocht werden, weil Basilikum durch Hitze dunkel werden und Aroma verlieren kann. Besser ist es, Pesto mit heißer Pasta und etwas Nudelwasser zu vermischen.
Wie lange hält Pesto im Kühlschrank?
Frisches Pesto hält sich im Kühlschrank einige Tage, wenn es in einem sauberen Glas gelagert und die Oberfläche mit Olivenöl bedeckt wird.
Kann man Pesto einfrieren?
Ja, Pesto kann portionsweise eingefroren werden. Besonders praktisch sind Eiswürfelformen. So kannst du später einzelne Portionen für Pasta, Gemüse oder Brot entnehmen.
Warum wird mein Pesto braun?
Pesto wird braun, wenn Basilikum oxidiert. Das passiert durch Sauerstoff, Wärme oder zu langes Mixen. Kaltes, zügiges Arbeiten und eine dünne Ölschicht auf der Oberfläche helfen dagegen.
Kann man Pesto ohne Pecorino machen?
Ja, du kannst Pecorino durch mehr Parmesan ersetzen. Das Pesto wird dadurch milder. Für ein echtes Pesto alla Genovese gehört Pecorino aber traditionell dazu.
Fazit: Pesto alla Genovese schmeckt am besten frisch gemacht
Pesto alla Genovese ist kein kompliziertes Rezept. Es braucht nur gute Zutaten und ein bisschen Fingerspitzengefühl. Frisches Basilikum, Pinienkerne, Olivenöl extra vergine, Knoblauch, Parmesan, Pecorino und grobes Salz ergeben zusammen eine der besten Saucen der italienischen Küche.
Traditionell wird Pesto im Mörser zubereitet. Für den Alltag funktioniert auch der Mixer, solange du mit kurzen Impulsen arbeitest und das Basilikum nicht erhitzt. Wichtig ist außerdem: Pesto nicht kochen. Vermische es lieber mit heißer Pasta und etwas Nudelwasser, damit es cremig bleibt und sein frisches Aroma behält.
Ob zu Trofie, Spaghetti, Gnocchi, Brot, Gemüse oder Salat – hausgemachtes Basilikum Pesto bringt sofort mediterranen Geschmack auf den Teller. Genau so schmeckt rezeptglück: einfach, frisch und mit ganz viel Küchenfreude.