Süßigkeiten ohne Gelatine: die schnelle Antwort
Süßigkeiten ohne Gelatine sind vor allem Produkte, die ihre Konsistenz nicht durch tierische Gelatine bekommen. Dazu gehören oft harte Bonbons, Lutscher, Traubenzucker, viele Schokoladen, manche Lakritzsorten, vegane Fruchtgummis und speziell gekennzeichnete vegetarische oder vegane Süßigkeiten. Bei Gummibärchen, Kaubonbons, Marshmallows, Schaumzucker und Fruchtgummi solltest du dagegen besonders genau auf die Zutatenliste achten.
Der wichtigste Tipp: Verlasse dich nicht nur auf die Optik oder auf Begriffe wie „fruchtig“, „natürlich“ oder „ohne künstliche Farbstoffe“. Entscheidend sind Zutatenliste, Vegan-/Vegetarisch-Siegel, Halal-Zertifizierung und die konkrete Produktvariante. Rezepturen können sich ändern, deshalb lohnt sich ein kurzer Check direkt auf der Verpackung.
Dieser Guide hilft dir, Süßigkeiten ohne Gelatine besser zu erkennen – egal ob du vegetarisch isst, vegan lebst, Schweinegelatine vermeiden möchtest oder nach halal geeigneten Alternativen suchst.
Was bedeutet „ohne Gelatine“ bei Süßigkeiten?
„Ohne Gelatine“ bedeutet zunächst nur, dass in einem Produkt keine Gelatine als Zutat verwendet wird. Gelatine ist ein tierisches Geliermittel, das häufig eingesetzt wird, um Süßigkeiten elastisch, weich, stabil oder zäh zu machen. Besonders typisch ist sie in Fruchtgummi, Gummibärchen, Schaumzucker, Marshmallows und manchen Kaubonbons.
Wichtig ist aber: „Ohne Gelatine“ bedeutet nicht automatisch vegan, halal oder vollständig frei von tierischen Bestandteilen. Eine Süßigkeit kann gelatinefrei sein und trotzdem Milchpulver, Butterreinfett, Honig, Bienenwachs, Schellack oder den roten Farbstoff Karmin enthalten. Für Vegetarier kann das Produkt eventuell passen, für Veganer nicht. Für halal oder schweinefrei reicht „ohne Gelatine“ ebenfalls nicht immer aus, wenn andere kritische Zutaten oder fehlende Zertifizierungen eine Rolle spielen.
Darum ist es sinnvoll, zwischen vier Bedürfnissen zu unterscheiden:
- Vegetarisch: keine Zutaten aus geschlachteten Tieren, aber Milch, Ei oder Honig können je nach Ernährungsweise akzeptiert sein.
- Vegan: keine tierischen Zutaten wie Gelatine, Milch, Honig, Bienenwachs oder Schellack.
- Schweinefrei: keine Schweinegelatine und keine anderen Bestandteile vom Schwein.
- Halal: Zutaten und Herstellung sollten den halal-Anforderungen entsprechen; ein verlässliches Halal-Siegel ist hier besonders hilfreich.
Wenn du unsicher bist, ist ein Produkt mit klarer veganer Kennzeichnung meist die einfachste Wahl. Vegan bedeutet in der Regel auch ohne Gelatine, weil Gelatine tierischen Ursprungs ist.
Warum steckt Gelatine so oft in Süßigkeiten?
Gelatine ist in der Süßwarenindustrie beliebt, weil sie eine besondere Textur erzeugt. Sie sorgt dafür, dass Fruchtgummis elastisch bleiben, Marshmallows luftig und stabil werden und manche Kaubonbons ihre typische zähe Konsistenz bekommen. Außerdem schmilzt Gelatine angenehm im Mund, was viele klassische Süßigkeiten so bekannt gemacht hat.
Für Hersteller ist Gelatine technisch praktisch, weil sie gut geliert, stabilisiert und Wasser bindet. Genau deshalb findet man sie häufig in Produkten, die weich, federnd oder „gummiartig“ sind. Wenn ein Produkt also wie ein klassisches Gummibärchen, ein Marshmallow oder ein Schaumzucker aussieht, ist Gelatine nicht automatisch enthalten – aber die Wahrscheinlichkeit ist höher als bei einem Lutscher oder einer Tafel Schokolade.
Gleichzeitig gibt es heute viele Alternativen. Pflanzliche oder gelatinefreie Süßigkeiten können mit Pektin, Agar-Agar, Stärke, Gummi arabicum oder anderen Verdickungs- und Geliermitteln hergestellt werden. Die Textur ist oft etwas anders: Pektin-Fruchtgummis sind häufig weicher und fruchtiger, Agar-Agar kann fester und weniger elastisch wirken, Stärke sorgt oft für eine andere Kaubarkeit. Das ist nicht schlechter, nur anders.
Wenn du selbst Süßigkeiten machen möchtest, findest du in unserem Rezept zu Gummibärchen ohne Gelatine eine gute Grundlage für gelatinefreie Fruchtgummi-Alternativen.
Gelatine auf der Zutatenliste erkennen

Der einfachste Weg ist die Zutatenliste. Suche dort nach Begriffen wie:
Gelatine, Speisegelatine, Schweinegelatine, Rindergelatine, Fischgelatine, Kollagen oder tierisches Geliermittel.
Manchmal steht nur „Gelatine“ in der Zutatenliste, ohne dass die Tierart genannt wird. Dann ist für vegetarische, vegane, halal oder schweinefreie Ernährung nicht eindeutig erkennbar, ob sie vom Schwein, Rind oder Fisch stammt. In diesem Fall hilft nur: Produkt meiden, Herstellerangaben prüfen oder auf ein klar gekennzeichnetes veganes bzw. halal zertifiziertes Produkt ausweichen.
Achte auch auf Formulierungen wie „Geliermittel“. Wenn dort „Pektin“, „Agar-Agar“, „Carrageen“, „Johannisbrotkernmehl“ oder „Gummi arabicum“ steht, handelt es sich nicht um klassische Gelatine. Trotzdem solltest du das ganze Zutatenprofil betrachten, wenn du vegan oder halal einkaufst.
Für einen tieferen Überblick über Alternativen lohnt sich unser Guide zu veganer Gelatine sowie der Vergleich Agar Agar vs. Gelatine.
Welche Süßigkeiten sind oft ohne Gelatine?

Es gibt keine pauschale Garantie, weil jede Marke und jede Sorte anders sein kann. Trotzdem gibt es Kategorien, bei denen die Chancen auf gelatinefreie Varianten besonders gut stehen.
1. Harte Bonbons und Lutscher
Klassische harte Bonbons und Lutscher brauchen meistens keine Gelatine, weil ihre Struktur vor allem durch Zucker, Glukosesirup oder ähnliche Zutaten entsteht. Sie sind deshalb oft gelatinefrei. Trotzdem können Farbstoffe, Aromen oder Überzugsmittel enthalten sein, die für vegane oder halal Ernährung relevant sind.
Gute Wahl, wenn du nur Gelatine vermeiden willst. Für vegan oder halal bitte trotzdem Zutatenliste und Siegel prüfen.
2. Traubenzucker und Brause-Süßigkeiten
Viele Traubenzucker-Produkte, Brausepulver, Brausetabletten oder saure Pulver-Süßigkeiten kommen ohne Gelatine aus. Hier liegt der Fokus eher auf Süße, Säure und Pulverstruktur, nicht auf elastischer Gelierung.
Achtung: Bei gepressten Süßigkeiten können Trennmittel, Farbstoffe oder Aromen relevant sein. Für eine rein vegane Auswahl solltest du auf klare Kennzeichnung achten.
3. Schokolade
Viele Schokoladen enthalten keine Gelatine. Besonders einfache Zartbitterschokolade kann gelatinefrei sein. Milchschokolade enthält jedoch Milchbestandteile und ist deshalb nicht vegan. Gefüllte Schokoladen, Pralinen oder Schokoriegel können zusätzliche Zutaten enthalten, darunter Milch, Sahnepulver, Butterreinfett, Honig, Alkohol, Schellack oder andere Überzüge.
Für „ohne Gelatine“ ist Schokolade oft unkompliziert. Für vegan, halal oder alkohol-/schweinefrei solltest du genauer prüfen.
4. Vegane Fruchtgummis
Vegane Fruchtgummis sind die naheliegendste Alternative zu klassischen Gummibärchen. Sie werden meist mit Pektin, Stärke oder anderen pflanzlichen Geliermitteln hergestellt. Viele Supermärkte, Drogerien und Bio-Läden führen inzwischen eigene vegane Süßigkeiten-Linien.
Der Vorteil: Wenn ein Produkt eindeutig vegan gekennzeichnet ist, ist Gelatine normalerweise ausgeschlossen. Trotzdem lohnt sich bei Allergien, religiösen Anforderungen oder strenger Auslegung ein Blick auf die gesamte Zutatenliste.
5. Manche Lakritzsorten
Lakritz kann gelatinefrei sein, muss es aber nicht. Einige Sorten enthalten Gelatine, andere nutzen Stärke oder andere Bindemittel. Zusätzlich kann Bienenwachs oder Schellack als Überzug vorkommen. Wer Lakritz vegetarisch, vegan oder halal kaufen möchte, sollte also nicht nur nach Gelatine suchen, sondern die gesamte Kennzeichnung prüfen.
6. Fruchtpastillen und Pektin-Süßigkeiten
Fruchtpastillen auf Pektinbasis sind häufig gelatinefrei. Pektin ist ein pflanzliches Geliermittel, das oft aus Früchten gewonnen wird. Die Konsistenz ist meist weniger elastisch als klassische Gelatine-Fruchtgummis, dafür oft fruchtiger und weicher.
Für viele Menschen sind Pektin-Süßigkeiten die beste Alternative, wenn sie Fruchtgummi mögen, aber Gelatine vermeiden wollen.
Bei welchen Süßigkeiten solltest du besonders vorsichtig sein?
Einige Süßigkeiten enthalten besonders häufig Gelatine oder andere tierische Bestandteile. Das bedeutet nicht, dass alle Produkte dieser Kategorie ungeeignet sind. Es bedeutet nur, dass du genauer hinschauen solltest.
Gummibärchen und Fruchtgummi
Klassische Gummibärchen enthalten häufig Gelatine. Es gibt aber inzwischen viele gelatinefreie und vegane Alternativen. Wenn du bekannte Marken kaufst, prüfe jede Sorte einzeln. Ein Hersteller kann sowohl Produkte mit Gelatine als auch vegane Varianten anbieten.
Für konkrete Markenchecks kannst du unsere separaten Artikel zu Haribo Gelatine und Maoam Gelatine lesen.
Marshmallows
Marshmallows enthalten sehr oft Gelatine, weil sie dadurch luftig und stabil werden. Vegane Marshmallows gibt es, aber sie sind meist ausdrücklich als vegan gekennzeichnet. Normale Marshmallows solltest du nicht automatisch als gelatinefrei betrachten.
Schaumzucker und Schaumküsse
Schaumige Süßwaren können Gelatine enthalten, müssen aber nicht. Auch Eiweiß, Milchbestandteile oder andere tierische Zutaten können vorkommen. Wer vegan oder halal kauft, sollte bei dieser Kategorie besonders vorsichtig sein.
Kaubonbons
Kaubonbons können Gelatine enthalten, aber auch andere Zutaten wie Milchbestandteile, Bienenwachs oder Schellack. Gerade bei sehr elastischen oder weichen Kaubonbons lohnt sich ein genauer Blick auf die Zutatenliste.
Fruchtjoghurt-Süßigkeiten und gefüllte Produkte
Süßigkeiten mit Cremefüllung, Joghurtfüllung oder Fruchtgel können Gelatine oder Milchbestandteile enthalten. Die Verpackung kann fruchtig und harmlos wirken, aber die Zutatenliste entscheidet.
Vegetarisch, vegan, halal oder schweinefrei: worin liegt der Unterschied?

Viele Menschen suchen nach Süßigkeiten ohne Gelatine, meinen aber eigentlich unterschiedliche Dinge. Deshalb ist es wichtig, die eigene Suchabsicht klar zu unterscheiden.
Süßigkeiten ohne Gelatine für Vegetarier
Vegetarier möchten in der Regel keine Zutaten, die direkt aus geschlachteten Tieren stammen. Gelatine ist deshalb problematisch. Milch, Ei und Honig werden von vielen Vegetariern akzeptiert, von anderen nicht. Ein vegetarisches Siegel kann helfen, aber auch hier lohnt sich ein Blick auf Details.
Wenn auf einem Produkt „vegetarisch“ steht, ist Gelatine normalerweise nicht enthalten. Prüfe trotzdem, ob die Kennzeichnung seriös ist und ob du mit anderen tierischen Zutaten einverstanden bist.
Süßigkeiten ohne Gelatine für Veganer
Für Veganer reicht „ohne Gelatine“ nicht aus. Zusätzlich sollten keine Milch, kein Honig, kein Bienenwachs, kein Schellack, kein Karmin und keine anderen tierischen Zutaten enthalten sein. Die einfachste Orientierung bietet ein klares Vegan-Siegel oder eine eindeutig vegane Produktlinie.
Typische Begriffe, die Veganer zusätzlich prüfen sollten:
- Milchpulver
- Süßmolkenpulver
- Butterreinfett
- Honig
- Bienenwachs
- Schellack
- Karmin
- Eiweiß
- Laktose
Wenn du gezielt vegane Alternativen zu Gelatine suchst, findest du mehr Details im Artikel vegane Gelatine.
Süßigkeiten ohne Schweinegelatine
Wer Schweinegelatine vermeiden möchte, sollte nicht nur nach „ohne Gelatine“ suchen, sondern auch nach „ohne Schwein“, „halal“, „vegan“ oder „vegetarisch“. Wenn in der Zutatenliste nur „Gelatine“ steht, ist die Herkunft oft nicht eindeutig. Rindergelatine oder Fischgelatine können für manche Menschen akzeptabel sein, für andere nicht.
Ein veganes Produkt ist normalerweise auch frei von Schweinegelatine, weil gar keine tierische Gelatine enthalten ist. Für religiöse Anforderungen kann trotzdem eine Halal-Zertifizierung wichtig sein.
Mehr dazu findest du in unserem ausführlichen Guide zu Gelatine ohne Schwein.
Halal Süßigkeiten ohne Gelatine
Für halal ist nicht nur entscheidend, ob Gelatine enthalten ist. Es geht auch um die Herkunft, Verarbeitung und mögliche weitere Zutaten. Rindergelatine ist nicht automatisch halal, nur weil sie nicht vom Schwein stammt. Sie müsste entsprechend halal gewonnen und zertifiziert sein.
Wenn du sicher gehen möchtest, wähle Produkte mit vertrauenswürdigem Halal-Siegel oder vegane Süßigkeiten ohne Alkohol und ohne problematische Überzüge. Bei Importware oder Online-Shops solltest du besonders sorgfältig prüfen, ob die Zertifizierung klar angegeben ist.
Einkaufsliste: praktische Kategorien für den Supermarkt
Beim Einkaufen hilft es, nicht wahllos jede Süßigkeit umzudrehen, sondern zuerst in den wahrscheinlich passenden Kategorien zu suchen.
| Kategorie | Chance auf gelatinefrei | Worauf achten? |
|---|---|---|
| Harte Bonbons | hoch | Farbstoffe, Aromen, Überzüge |
| Lutscher | hoch | Farbstoffe, Milchfüllungen |
| Traubenzucker | hoch | Zusatzstoffe, Aromen |
| Zartbitterschokolade | oft hoch | Milchspuren, Lecithin, Füllungen |
| Vegane Fruchtgummis | sehr hoch | trotzdem Zutatenliste prüfen |
| Pektin-Fruchtpastillen | hoch | Farbstoffe, Überzüge |
| Lakritz | mittel | Gelatine, Bienenwachs, Schellack |
| Klassische Gummibärchen | mittel bis niedrig | Gelatine häufig möglich |
| Marshmallows | niedrig | vegane Kennzeichnung suchen |
| Kaubonbons | mittel | Gelatine, Milch, Überzüge |
| Schaumzucker | niedrig bis mittel | Gelatine, Eiweiß, Milchbestandteile |
Diese Tabelle ist als Orientierung gedacht, nicht als Garantie. Entscheidend bleibt immer das konkrete Produkt.
Die 5-Sekunden-Checkliste im Laden

Wenn du vor dem Regal stehst, kannst du diese schnelle Reihenfolge nutzen:
- Vorderseite prüfen: Steht dort vegan, vegetarisch, halal oder ohne Gelatine?
- Zutatenliste lesen: Suche nach Gelatine, Speisegelatine, Kollagen, Schweinegelatine, Rindergelatine oder Fischgelatine.
- Geliermittel prüfen: Pektin, Agar-Agar oder Stärke sind gute Hinweise auf gelatinefreie Alternativen.
- Für vegan zusätzlich prüfen: Milch, Honig, Bienenwachs, Schellack und Karmin beachten.
- Bei halal nicht raten: Ohne klare Herkunft oder Siegel lieber eine zertifizierte oder vegane Alternative wählen.
Diese Checkliste ist besonders nützlich bei Produkten, die sehr ähnlich aussehen. Zwei Fruchtgummi-Tüten können optisch fast gleich wirken, aber völlig unterschiedliche Zutaten haben.
Sind Süßigkeiten ohne Gelatine automatisch gesünder?
Nein. Gelatinefrei bedeutet nicht automatisch gesund. Viele Süßigkeiten ohne Gelatine enthalten weiterhin Zucker, Glukosesirup, Säuerungsmittel, Farbstoffe oder Aromen. Der Vorteil liegt vor allem darin, dass sie besser zu vegetarischen, veganen, halal oder schweinefreien Ernährungsweisen passen können.
Wenn du Süßigkeiten bewusster auswählen möchtest, achte zusätzlich auf Portionsgröße, Zuckergehalt und Häufigkeit. Eine gelatinefreie Süßigkeit ist keine „Gesundheits-Süßigkeit“, sondern zunächst eine Süßigkeit mit anderer Rezeptur. Das ist völlig okay – wichtig ist nur, keine falschen Erwartungen zu haben.
Für Kinder, Feiern oder kleine Naschmomente kann eine gelatinefreie Auswahl trotzdem sehr praktisch sein, weil mehr Gäste sie essen können. Besonders bei gemischten Gruppen mit vegetarischen, muslimischen oder veganen Gästen sind klar gekennzeichnete Produkte einfacher und respektvoller.
Süßigkeiten ohne Gelatine für Kindergeburtstag, Halloween und Feiern

Wenn du für mehrere Personen einkaufst, ist die sicherste Lösung eine Mischung aus klar gekennzeichneten Produkten. Besonders gut geeignet sind:
- vegane Fruchtgummis
- Lutscher ohne Gelatine
- Traubenzucker
- kleine Zartbitter-Schokoladen
- Bonbons ohne Füllung
- Pektin-Fruchtpastillen
- selbstgemachte Gummibärchen ohne Gelatine
Bei Halloween, Kindergeburtstagen oder Schulveranstaltungen solltest du Produkte in Originalverpackung lassen, damit Zutaten und Siegel sichtbar bleiben. Das ist besonders wichtig, wenn Kinder Allergien haben oder Familien bestimmte Ernährungsregeln einhalten.
Wenn du selbst etwas vorbereiten möchtest, sind gelatinefreie Fruchtgummis, Schoko-Crossies mit veganer Schokolade oder kleine Obstspieße gute Ergänzungen. Sie ersetzen nicht unbedingt klassische Süßigkeiten, machen das Buffet aber vielfältiger.
Gelatinefreie Alternativen zum Selbermachen
Wenn du volle Kontrolle über die Zutaten möchtest, kannst du Süßigkeiten ohne Gelatine auch selbst machen. Für Fruchtgummi eignen sich je nach gewünschter Textur Pektin oder Agar-Agar. Pektin ergibt oft eine weichere, fruchtige Konsistenz, während Agar-Agar fester geliert. Stärke kann ebenfalls eine Rolle spielen, besonders bei weicheren Süßwaren.
Selbstgemachte Süßigkeiten haben zwei Vorteile: Du weißt genau, was enthalten ist, und du kannst Zucker, Säure und Geschmack anpassen. Der Nachteil: Die Konsistenz ist nicht immer identisch mit industriellen Gummibärchen. Wer klassische elastische Gummibärchen erwartet, muss etwas experimentieren.
Für den Einstieg ist ein einfaches Rezept mit Fruchtsaft, etwas Süße und einem pflanzlichen Geliermittel sinnvoll. Achte darauf, die Mengen genau einzuhalten, weil pflanzliche Geliermittel anders reagieren als Gelatine.
Häufige Fehler beim Kauf von Süßigkeiten ohne Gelatine
Ein häufiger Fehler ist, nur auf „ohne Schweinegelatine“ zu achten. Das kann hilfreich sein, reicht aber nicht für vegan oder halal. Ein Produkt kann Rindergelatine enthalten oder andere tierische Zutaten nutzen.
Ein zweiter Fehler ist, bekannte Marken pauschal einzuordnen. Viele Marken haben mehrere Produktlinien. Eine Sorte kann Gelatine enthalten, eine andere vegan sein. Deshalb solltest du immer die konkrete Sorte prüfen.
Ein dritter Fehler ist, „Bio“ mit vegan oder gelatinefrei gleichzusetzen. Bio-Produkte können Gelatine, Honig, Milch oder andere tierische Zutaten enthalten. Bio sagt etwas über bestimmte Produktionsstandards aus, aber nicht automatisch über Gelatinefreiheit.
Ein vierter Fehler ist, Online-Produktbilder blind zu vertrauen. Zutatenlisten in Shops können veraltet sein. Beim finalen Kauf zählt die Verpackung, die du tatsächlich erhältst.
Fazit: So findest du sichere Süßigkeiten ohne Gelatine
Süßigkeiten ohne Gelatine zu finden ist heute deutlich einfacher als früher. Besonders vegane Fruchtgummis, harte Bonbons, Lutscher, Traubenzucker, Pektin-Fruchtpastillen und viele Schokoladen sind gute Startpunkte. Trotzdem bleibt die Zutatenliste entscheidend, weil Rezepturen je nach Marke, Sorte und Land variieren können.
Wenn du nur Gelatine vermeiden möchtest, reicht oft ein kurzer Blick auf die Zutaten. Wenn du vegan, halal oder schweinefrei einkaufst, solltest du genauer prüfen und bevorzugt Produkte mit klarer Kennzeichnung wählen. Bei konkreten Marken helfen detaillierte Einzelchecks, weil eine pauschale Antwort selten zuverlässig ist.
Die beste Faustregel lautet: Je gummiartiger, schaumiger oder elastischer eine Süßigkeit ist, desto genauer solltest du nach Gelatine suchen. Je klarer vegan, vegetarisch oder halal gekennzeichnet ein Produkt ist, desto einfacher wird die Auswahl.
FAQ: Süßigkeiten ohne Gelatine
Welche Süßigkeiten sind meistens ohne Gelatine?
Harte Bonbons, Lutscher, Traubenzucker, viele Schokoladen, manche Lakritzsorten und vegane Fruchtgummis sind häufig ohne Gelatine. Trotzdem solltest du immer die Zutatenliste prüfen, weil jede Sorte anders sein kann.
Sind vegane Süßigkeiten immer ohne Gelatine?
Ja, vegane Süßigkeiten sollten keine Gelatine enthalten, weil Gelatine tierischen Ursprungs ist. Achte trotzdem auf eine seriöse vegane Kennzeichnung und prüfe bei Unsicherheit die Zutatenliste.
Sind Süßigkeiten ohne Gelatine automatisch halal?
Nein. Gelatinefrei bedeutet nicht automatisch halal. Für halal können auch andere Zutaten, Alkohol, Aromen, Überzüge oder die Herstellung relevant sein. Ein vertrauenswürdiges Halal-Siegel ist die sicherste Orientierung.
Ist Rindergelatine vegetarisch?
Nein. Rindergelatine ist tierischen Ursprungs und stammt nicht aus vegetarischen Zutaten. Sie kann für Menschen relevant sein, die Schweinegelatine vermeiden möchten, ist aber nicht vegetarisch oder vegan.
Woran erkenne ich Schweinegelatine in Süßigkeiten?
Manchmal steht „Schweinegelatine“ direkt in der Zutatenliste. Häufig steht aber nur „Gelatine“. Dann ist die Tierart nicht eindeutig. Wenn du Schwein vermeiden möchtest, wähle besser vegane, vegetarisch gekennzeichnete oder halal zertifizierte Produkte.
Gibt es Gummibärchen ohne Gelatine?
Ja, es gibt viele Gummibärchen und Fruchtgummis ohne Gelatine. Sie werden häufig mit Pektin, Stärke oder anderen pflanzlichen Geliermitteln hergestellt. Achte auf Begriffe wie vegan, vegetarisch oder ohne Gelatine.
Sind Süßigkeiten ohne Gelatine gesünder?
Nicht automatisch. Sie können trotzdem viel Zucker enthalten. Der Hauptvorteil liegt darin, dass sie für vegetarische, vegane, halal oder schweinefreie Ernährung besser geeignet sein können.
Muss Gelatine immer auf der Zutatenliste stehen?
Wenn Gelatine als Zutat in einem verpackten Lebensmittel verwendet wird, sollte sie in der Zutatenliste auftauchen. Bei losen Süßigkeiten oder sehr kleinen Verpackungen kann die Information schwieriger zu finden sein. Frage im Zweifel beim Händler oder Hersteller nach.