Dieses Löwenzahnhonig Rezept ist perfekt, wenn du aus frischen Löwenzahnblüten einen goldgelben, aromatischen Sirup herstellen möchtest, der optisch und geschmacklich an milden Honig erinnert. Genau genommen ist Löwenzahnhonig kein echter Honig, sondern ein veganer Honig-Ersatz aus Blüten, Zucker, Wasser und Zitrone. Er passt zu Brot, Pfannkuchen, Tee, Joghurt, Porridge und Desserts.
Das Rezept ist einfach, braucht aber etwas Zeit: Die Blüten werden zuerst ausgekocht und ziehen anschließend, damit das Aroma in den Sud übergeht. Danach wird der Sud mit Zucker und Zitrone langsam eingekocht, bis ein sirupartiger Löwenzahnhonig entsteht.
Warum du dieses Löwenzahnhonig Rezept lieben wirst
Löwenzahnhonig ist eine schöne saisonale Möglichkeit, den Frühling haltbar zu machen. Die Zutaten sind einfach, die Zubereitung ist unkompliziert und das Ergebnis ist vielseitig verwendbar. Besonders praktisch: Du brauchst keine Spezialgeräte, sondern nur einen Topf, ein Sieb oder Tuch und saubere Gläser.
Der Geschmack ist blumig, leicht karamellig und je nach Kochzeit mild bis intensiv. Wenn du ihn etwas flüssiger einkochst, eignet er sich als Sirup für Getränke. Wenn du ihn länger einkochst, wird er dicker und lässt sich wie Honig auf Brot streichen.
Wenn du gerne saisonal backst, passt Löwenzahnhonig auch gut als süße Ergänzung zu einem Rhabarberkuchen Rezept oder als Topping für Pfannkuchen.
Was ist Löwenzahnhonig?
Löwenzahnhonig ist ein süßer Sirup aus Löwenzahnblüten. Der Name kommt daher, dass Farbe, Konsistenz und Verwendung an Honig erinnern. Er wird aber nicht von Bienen hergestellt und enthält keine tierischen Zutaten, wenn du nur Blüten, Zucker, Wasser und Zitrone verwendest.
Deshalb ist Löwenzahnhonig besonders interessant für Menschen, die einen veganen Honig-Ersatz suchen oder einfach ein saisonales Rezept mit Löwenzahn ausprobieren möchten.
Wichtig: Löwenzahnhonig bleibt ein zuckerreicher Sirup. Er ist lecker, aber kein Gesundheitsprodukt. Verwende ihn wie Honig oder Sirup bewusst und in passenden Mengen.
Die besten Blüten für Löwenzahnhonig

Für ein gutes Ergebnis solltest du frische, weit geöffnete Löwenzahnblüten sammeln. Am besten eignen sich sonnige Tage, wenn die Blüten vollständig geöffnet sind. Sammle nur an sauberen Orten, also nicht direkt an Straßen, Hundewiesen, gespritzten Feldern oder stark belasteten Flächen.
Ideal sind Wiesen, Gärten oder naturbelassene Bereiche, bei denen du sicher bist, dass keine Pestizide verwendet wurden. Sammle außerdem nur so viel, wie du wirklich brauchst, und lasse genügend Blüten für Bienen und andere Insekten stehen.
Für einen milderen Geschmack kannst du vor allem die gelben Blütenblätter verwenden. Die grünen Teile der Blüte sind essbar, können aber etwas bitterer schmecken. Wenn du es besonders fein möchtest, zupfe die gelben Blütenblätter grob aus den Köpfen. Für eine alltagstaugliche Variante kannst du die ganzen Blütenköpfe verwenden und später gut abseihen.
Rezeptkarte: Löwenzahnhonig
Rezeptname: Löwenzahnhonig
Kategorie: Saisonrezepte
Küche: Deutsch / Hausgemacht
Portionen: ca. 3–4 kleine Gläser
Vorbereitungszeit: 25 Minuten
Ziehzeit: 8–12 Stunden
Kochzeit: 60–90 Minuten
Gesamtzeit: ca. 10–14 Stunden inklusive Ziehzeit
Zutaten
Für etwa 3–4 kleine Gläser brauchst du:
- 100–120 g frische Löwenzahnblüten oder ca. 80–120 Blütenköpfe
- 1 Liter Wasser
- 1 Bio-Zitrone
- 900 g bis 1 kg Zucker
- optional: 1 kleine Bio-Orange für ein fruchtigeres Aroma
- optional: 1 Prise Vanille für eine mildere Dessert-Note
Zubereitung
1. Löwenzahnblüten vorbereiten
Schüttle die Blüten vorsichtig aus, damit kleine Insekten herausfallen können. Wasche die Blüten nur kurz und sanft, wenn es wirklich nötig ist. Zu starkes Waschen kann Aroma entfernen.
Entferne grobe Stiele. Für einen feineren Geschmack kannst du die gelben Blütenblätter grob von den grünen Blütenböden lösen. Das ist etwas aufwendiger, reduziert aber mögliche bittere Noten.
2. Blütensud kochen
Gib die Blüten in einen großen Topf und füge 1 Liter Wasser hinzu. Wasche die Bio-Zitrone heiß ab, schneide sie in Scheiben und gib sie dazu.
Koche alles einmal auf und lasse den Sud anschließend etwa 10–15 Minuten leise köcheln. Danach den Topf vom Herd nehmen, abdecken und mindestens 8 Stunden, am besten über Nacht, ziehen lassen.
3. Sud abseihen
Gieße den Sud durch ein feines Sieb, ein Passiertuch oder ein sauberes Baumwolltuch. Drücke die Blüten gut aus, damit möglichst viel Aroma in der Flüssigkeit bleibt.
Die Flüssigkeit sollte nun gelblich bis goldfarben sein und leicht blumig duften.
4. Mit Zucker einkochen

Gib den abgeseihten Sud zurück in den Topf. Füge 900 g bis 1 kg Zucker hinzu und rühre, bis er sich auflöst.
Lasse die Mischung ohne Deckel bei mittlerer Hitze köcheln. Rühre regelmäßig um, besonders gegen Ende. Je nach Topfbreite und Hitze dauert das Einkochen etwa 60–90 Minuten.
Der Löwenzahnhonig ist fertig, wenn er sirupartig vom Löffel läuft. Beachte: Im heißen Zustand wirkt er deutlich flüssiger. Beim Abkühlen wird er fester.
5. Gelierprobe machen
Gib einen kleinen Tropfen auf einen kalten Teller. Lasse ihn kurz abkühlen und prüfe die Konsistenz. Wenn er noch sehr flüssig ist, koche den Sirup weiter ein. Wenn er zähflüssig und leicht klebrig wird, ist er richtig.
Für eine flüssigere Variante als Sirup kannst du früher stoppen. Für eine honigähnliche Konsistenz braucht er etwas länger.
6. In Gläser füllen
Fülle den heißen Löwenzahnhonig sofort in saubere, sterilisierte Schraubgläser. Verschließe sie gut und lasse sie vollständig abkühlen.
Bewahre die Gläser kühl, dunkel und trocken auf.
Tipps für die perfekte Konsistenz
Die häufigste Frage bei Löwenzahnhonig ist: Warum ist er zu flüssig oder zu fest? Meist liegt es an der Kochzeit.
Wenn dein Löwenzahnhonig zu flüssig ist, wurde er wahrscheinlich nicht lange genug eingekocht. Du kannst ihn einfach zurück in den Topf geben und weiter einkochen.
Wenn er zu fest geworden ist, wurde er zu lange gekocht. Dann kannst du ihn vorsichtig mit etwas heißem Wasser erwärmen und glattrühren. Gib nur wenig Wasser dazu, damit er nicht zu dünn wird.
Für Anfänger ist es besser, den Löwenzahnhonig zunächst etwas flüssiger zu lassen. Er dickt beim Abkühlen nach und lässt sich als Sirup immer noch gut verwenden.
Häufige Fehler beim Löwenzahnhonig selber machen
Ein häufiger Fehler ist zu starkes Kochen bei hoher Hitze. Dadurch kann der Zucker karamellisieren oder der Sirup zu dunkel werden. Besser ist mittlere Hitze und regelmäßiges Rühren.
Auch zu viele grüne Blütenteile können den Geschmack leicht bitter machen. Das ist nicht schlimm, aber wenn du einen besonders milden Löwenzahnhonig möchtest, solltest du mehr gelbe Blütenblätter und weniger grüne Teile verwenden.
Ein weiterer Fehler ist das Abfüllen in nicht saubere Gläser. Da der Sirup haltbar sein soll, sind saubere und möglichst sterilisierte Gläser wichtig.
Varianten
Löwenzahnhonig mit Orange
Ersetze einen Teil der Zitrone durch Bio-Orange oder gib zusätzlich einige Orangenscheiben in den Sud. Das macht den Geschmack runder und fruchtiger.
Löwenzahnhonig mit Vanille
Eine kleine Prise Vanille passt sehr gut zu Brot, Joghurt, Porridge und Desserts. Gib sie erst beim Einkochen dazu.
Löwenzahnhonig als Sirup
Wenn du den Löwenzahnhonig für Getränke verwenden möchtest, koche ihn etwas kürzer ein. So bleibt er flüssiger und lässt sich gut in Wasser, Tee oder Limonade rühren. Besonders gut passt er als Süße in frischen Ingwer Tee oder ein Ingwer-Zitrone Getränk.
Wozu passt Löwenzahnhonig?

Löwenzahnhonig ist vielseitig verwendbar. Du kannst ihn wie Honig oder Sirup einsetzen:
- auf Brot, Brötchen oder Toast
- zu Pfannkuchen, Waffeln oder Poffertjes
- als Süße für Tee
- im Joghurt oder Quark
- über Porridge oder Overnight Oats
- zu Obstsalat
- als Topping für Kuchen und Desserts
- in Dressings, wenn du eine süß-saure Note möchtest
Wenn du gerne ohne tierische Gelatine backst, passt Löwenzahnhonig auch gut zu fruchtigen Kuchen und Desserts aus dem Bereich Torte ohne Gelatine.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Heiß abgefüllt in saubere, gut verschlossene Gläser hält sich Löwenzahnhonig mehrere Monate, wenn er kühl, dunkel und trocken gelagert wird. Nach dem Öffnen solltest du das Glas im Kühlschrank aufbewahren und immer mit einem sauberen Löffel entnehmen.
Wenn sich Schimmel bildet, der Geruch unangenehm ist oder der Sirup ungewöhnlich gärt, solltest du ihn nicht mehr verwenden.
Kann man Löwenzahnhonig mit weniger Zucker machen?
Du kannst die Zuckermenge etwas reduzieren, aber Zucker ist hier nicht nur Süßungsmittel. Er sorgt auch für Konsistenz und Haltbarkeit. Wenn du deutlich weniger Zucker verwendest, wird der Löwenzahnhonig flüssiger und weniger lange haltbar.
Für eine zuckerreduzierte Variante solltest du lieber kleinere Mengen kochen und sie im Kühlschrank aufbewahren. Die klassische, haltbarere Variante funktioniert am zuverlässigsten mit etwa 900 g bis 1 kg Zucker auf 1 Liter Sud.
Ist Löwenzahnhonig vegan?
Ja, dieses Löwenzahnhonig Rezept ist vegan, weil es ohne Bienenhonig und ohne andere tierische Zutaten auskommt. Der Name beschreibt vor allem Farbe, Konsistenz und Verwendung. Genau genommen handelt es sich um Löwenzahnsirup.
FAQ: Löwenzahnhonig Rezept
Wie viele Löwenzahnblüten braucht man für Löwenzahnhonig?
Für 1 Liter Wasser brauchst du ungefähr 80–120 Löwenzahnblüten oder etwa 100–120 g frische Blüten. Die genaue Menge muss nicht perfekt sein. Mehr Blüten ergeben ein intensiveres Aroma.
Muss man die grünen Teile entfernen?
Nein, unbedingt nötig ist es nicht. Die grünen Teile können aber leicht bitter schmecken. Für einen milderen Löwenzahnhonig kannst du vor allem die gelben Blütenblätter verwenden.
Warum wird mein Löwenzahnhonig nicht dick?
Dann wurde er wahrscheinlich nicht lange genug eingekocht. Koche ihn weiter ohne Deckel ein und mache zwischendurch eine Gelierprobe auf einem kalten Teller.
Warum ist mein Löwenzahnhonig zu fest geworden?
Dann wurde er zu lange eingekocht. Du kannst ihn vorsichtig erwärmen und mit wenig heißem Wasser glattrühren, bis die Konsistenz wieder passt.
Wie lange ist Löwenzahnhonig haltbar?
In sauberen, heiß befüllten und gut verschlossenen Gläsern hält er sich mehrere Monate. Nach dem Öffnen gehört er in den Kühlschrank.
Kann man Löwenzahnhonig für Tee verwenden?
Ja, er eignet sich sehr gut zum Süßen von Tee. Besonders gut passt er zu Kräutertee, schwarzem Tee, Zitronenwasser oder Ingwertee.
Fazit
Dieses Löwenzahnhonig Rezept ist eine einfache Möglichkeit, aus frischen Löwenzahnblüten einen veganen Honig-Ersatz selber zu machen. Mit Blüten, Wasser, Zitrone und Zucker entsteht ein goldgelber Sirup, der blumig schmeckt und vielseitig verwendbar ist. Entscheidend sind saubere Blüten, genug Ziehzeit und langsames Einkochen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Für die beste Haltbarkeit füllst du den Löwenzahnhonig heiß in saubere Gläser und lagerst ihn kühl und dunkel. So hast du den Geschmack des Frühlings lange im Vorratsschrank.